Ennio Toniolo [Biographische Angaben] 

ist ein äußerst vielseitiger Künstler, der sich seit 50 Jahren in ununterbrochener schöpferischer Tätigkeit verausgabt. Er übt sich in den unterschiedlichsten Techniken: vom Öl und Aquarell über Basrelief oder Linolschnitt – um nur einige der verschiedenen Techniken zu nennen – bis zur Holz-, Plastik-, Glas- und Eisenskulptur. In seinem Werkkatalog finden sich selbst Bronze- und Marmorplastiken, deren Ausführung er jeweils spezialisierten Firmen in Auftrag gibt.

Einige herausragende Aspekte im Lebenslauf und in der Entwicklung des Künstlers:

 

“Künstler sein” für Ennio Toniolo

Diese Beobachtungen erlauben die Aussage, dass für Ennio Toniolo Sinn und Zweck der künstlerischen Tätigkeit nicht die Vollendung des Werks an sich, sondern der schöpferische Akt selbst ist. In den kreativen Strom einzutauchen, stellt für Toniolo den tieferen Sinn der künstlerischen Tätigkeit dar.

Insofern erscheinen uns seine Werke zunächst als fassbare Spuren eines inneren, geistigen Werdegangs, erst in zweiter Linie als Spuren einer ästhetisch-formalen Suche – Spuren eines Weges, der zuweilen leidvoll, manchmal fröhlich, immer aber zutiefst menschlich ist.

 

Toniolos Kunst und ihr Publikum

Aufgrund ihrer Kompromisslosigkeit eignet Toniolos Kunst unausweichlich ein gewisser elitärer Charakter. Sie scheut jegliche Form von Anbiederung, erscheint fern von ephemeren Modeströmungen: Bis anhin bleibt sie einem kleinen Kreis von Kennern vorbehalten. Nichtsdestotrotz – oder gerade deswegen? – keimte der Wunsch, sie einem breiteren Publikum bekannt zu machen.

Toniolos Werke unterscheiden sich aber auch von jener Kunst, die um jeden Preis „einzigartig“ sein möchte (um sich dann allzu oft in der einfachen Provokation zu erschöpfen).

Mag sein, dass man bei einer ersten, oberflächlichen Betrachtung der Versuchung erliegt, in Toniolos Werken nach Einflüssen von Munch, Ensor oder Bacon zu suchen. Toniolos Kunst muss nicht auf Biegen und Brechen einzigartig scheinen wollen: Sie ist es.